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Zeitarbeitsfirma - Aufgaben, Auswahl, Seriosität.

Zeitarbeitsfirma – was ist das eigentlich

Eine Zeitarbeitsfirma kann Arbeitnehmern und Unternehmen verschiedene Möglichkeiten bieten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, eigene Beschäftigte an Kundenunternehmen zu überlassen oder - je nach Dienstleistung - Personal direkt zu vermitteln. Die Dauer des Arbeitseinsatzes ist dabei begrenzt. Viele Unternehmen haben Stellen nur kurzzeitig zu besetzen. Das Arbeitsverhältnis besteht beim Personaldienstleister; das Kundenunternehmen kann Personalbedarf dadurch flexibler abdecken, bleibt aber z. B. beim Arbeitsschutz und bei der rechtmäßigen Beschäftigung eingebunden.

Der Arbeitnehmer bleibt beim Personaldienstleister angestellt und hat grundsätzlich Anspruch auf Entgelt, Urlaub, Entgeltfortzahlung und Sozialversicherung. Die Zeitarbeitsfirma kann ihm nach Ende eines Einsatzes einen neuen Einsatz zuweisen. Darüber hinaus kümmert sie sich sowohl um die Anliegen der Mitarbeiter als auch der Kundenunternehmen.

In dem folgenden Beitrag erhalten Sie alle relevanten Informationen rund um das Thema Zeitarbeitsfirma. Sie erfahren unter anderem, wie eine Zeitarbeitsfirma arbeitet, was ihre Aufgaben sind und worauf Sie bei einer Zeitarbeitsfirma achten müssen.

Was für Zeitarbeitsfirmen gibt es

Zeitarbeitsfirmen gibt es heutzutage in nahezu allen Branchen. Auch die Qualifikationsstufen der Mitarbeitenden sind sehr variabel. Es gibt Zeitarbeitsfirmen, die angelernte Arbeitnehmer oder Berufseinsteiger vermitteln, ebenso wie Anbieter, deren Hauptaufgabe darin besteht, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu überlassen oder im Rahmen der Direktvermittlung zu vermitteln. Zeitarbeit wird unter anderem in gewerblichen, technischen, kaufmännischen und dienstleistungsbezogenen Bereichen eingesetzt.

Zeitarbeitsfirmen unterscheiden sich auch im Spektrum: Es gibt große, branchenübergreifend tätige Anbieter mit Beschäftigten aus verschiedenen Berufen und Qualifikationsstufen sowie kleinere Häuser, die sich auf eine bestimmte Berufsgruppe oder Branche spezialisiert haben.

Zeitarbeitsfirma vermittelt auch Arbeitskräfte ohne formalen Berufsabschluss

Andere Zeitarbeitsfirmen überlassen auch Arbeitskräfte ohne formalen Berufsabschluss oder mit geringer Berufserfahrung und ermöglichen so einen Einstieg ins Berufsleben. Alle Zeitarbeitsfirmen müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalten - insbesondere das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Unterschiede gibt es unter anderem bei Spezialisierung, Tarifbindung, Betreuungsqualität, Kundenstruktur, Zusatzleistungen und internen Prozessen.

Was für Aufgaben hat eine Zeitarbeitsfirma

Zeitarbeit wird gesellschaftlich unterschiedlich bewertet. Tatsächlich bietet sie Arbeitssuchenden und Unternehmen verschiedene Möglichkeiten. Zeitarbeitsfirmen sind eine Schnittstelle zwischen Arbeitssuchenden und Unternehmen auf Personalsuche. Sie sind auch als Personaldienstleister bekannt; dieser Begriff umfasst mehrere Dienstleistungen. Bei Arbeitnehmerüberlassung überlassen Zeitarbeitsfirmen ihre Beschäftigten an Kundenunternehmen; bei Direktvermittlung vermitteln sie Kandidaten zur Festanstellung beim Kunden.

Zeitarbeitsfirmen bringen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen und stellen Kontakte her. In der Regel treten Unternehmen an diese Dienstleister heran, wenn sie auf Personalsuche sind. Die Zeitarbeitsfirma inseriert dann die gewünschte Stelle und sucht passende Bewerber. Diese werden auf ihre Eignung überprüft, und die Zeitarbeitsfirma trifft eine Vorauswahl für den Auftraggeber.

Arbeitnehmerüberlassung vs. Vermittlung

Personaldienstleister können unterschiedliche Leistungen anbieten: Arbeitnehmerüberlassung und Direktvermittlung sind rechtlich getrennte Modelle. Bei der Arbeitnehmerüberlassung, umgangssprachlich Zeitarbeit, wird Personal temporär einem Kundenunternehmen überlassen. Der Arbeitnehmer ist beim Personaldienstleister angestellt; Gehalt, Urlaub und arbeitsrechtliche Pflichten laufen über die Zeitarbeitsfirma. Ein Arbeitnehmer wird also zeitlich begrenzt an ein Kundenunternehmen überlassen. Bei der Direktvermittlung entsteht ein Arbeitsvertrag direkt zwischen Kandidat und Kundenunternehmen; der Bewerbungsprozess wird von der Zeitarbeitsfirma unterstützt.

Beides schließt sich nicht aus: Aus einer Arbeitnehmerüberlassung kann bei Einigkeit aller Beteiligten eine Übernahme entstehen. Ob eine Übernahme- oder Vermittlungsprovision anfällt, hängt von der Vereinbarung zwischen Personaldienstleister und Kundenunternehmen ab.

Auf dem gesamten Weg sind Zeitarbeitsfirmen Ansprechpartner für beide Parteien. Bewerber finden über Zeitarbeitsfirmen oft eine Arbeit und können eine Karriere starten oder fortsetzen. Zeitarbeitsfirmen unterstützen Unternehmen bei der Suche und beim Einsatz von passendem Personal. Die Dreieckskonstellation bietet Vorteile für Bewerber als auch für Unternehmen.

Vorteile von Zeitarbeit für Bewerber

Arbeitnehmer können bei der Zeitarbeitsfirma befristet oder unbefristet angestellt sein. Das kann ein regelmäßiges Einkommen ermöglichen. Die Vergütung erfolgt nach den Tarifverträgen der DGB-Tarifgemeinschaft mit dem GVP (Gesamtverband der Personaldienstleister, hervorgegangen aus der Fusion von BAP und iGZ). Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ergeben sich vor allem aus den allgemeinen Arbeitsgesetzen; Tarifverträge können zusätzliche Details regeln.

Ein Arbeitsvertrag mit einer Zeitarbeitsfirma ist ein reguläres Arbeitsverhältnis, kann aber je nach Einsatzmodell andere Anforderungen mit sich bringen, etwa wechselnde Einsatzorte. Wechselnde Einsätze in verschiedenen Unternehmen können auch Chancen bieten - Arbeitnehmer können weitere Berufserfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen. Vor allem für Berufsanfänger oder Langzeitarbeitslose ist das eine Möglichkeit, Fuß im Berufsleben zu fassen.

Zeitarbeitnehmer sind gesetzlich abgesichert: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt die Bedingungen der Arbeitnehmerüberlassung. Auch einsatzfreie Zeiten trägt grundsätzlich der Arbeitgeber, also die Zeitarbeitsfirma; das Beschäftigungsrisiko darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden. Bei beidseitigem Interesse zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen ist auch eine Übernahme möglich. Somit kann die Zeitarbeit auch als Sprungbrett fungieren.

Vorteile von Zeitarbeit für Unternehmen

Zeitarbeitsfirmen unterstützen Unternehmen bei der schnellen Suche nach passendem Personal - auch für temporäre Einsätze. Vorübergehende Personalengpässe, etwa durch saisonale Auftragsspitzen oder längere Ausfälle (Elternzeit, Arbeitsunfähigkeit), erfordern oft kurzfristig zusätzliches Personal.

Unternehmen können den Zeitarbeitsfirmen mitteilen, welches Personal gesucht wird und welche Qualifikationen notwendig sind. Die Zeitarbeitsfirma sucht passende Bewerber oder greift auf den eigenen Bewerberpool zurück. Das kann den Recruiting-Aufwand reduzieren und die Personalplanung flexibler machen. Zudem bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig und flexibel genug, auch bei saisonalen Schwankungen.

Zeitarbeitnehmer bringen Erfahrungen aus anderen Einsätzen mit ins Unternehmen. Viele Zeitarbeitsfirmen bieten auch die Übernahme an, sodass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich kennenlernen können, bevor über eine mögliche Übernahme entschieden wird. Die Abrechnung richtet sich nach dem Überlassungsvertrag; häufig werden die geleisteten Einsatzstunden auf Basis eines vereinbarten Verrechnungssatzes abgerechnet.

Fazit

Zeitarbeit wird in der Öffentlichkeit teils kritisch gesehen. Tatsächlich bietet diese Form der Beschäftigung mehrere Vorteile: Arbeitnehmer und Arbeitssuchende haben die Möglichkeit, kurzfristig in Beschäftigung zu kommen. Eine Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma kann im Lebenslauf Berufserfahrung und Beschäftigungsbereitschaft zeigen. Sie kann auch eine Überbrückung sein, bis ein passender nächster Karriereschritt gefunden ist - so entstehen weniger Lücken im Lebenslauf.

Berufserfahrungen können ebenso gesammelt werden wie Erfahrungen im zwischenmenschlichen Sinne. Für viele Arbeitnehmer ist die Zeitarbeit eine Möglichkeit, eine feste Anstellung zu finden. Zeitarbeitsfirmen können Bewerber befristet oder unbefristet einstellen.

Die Vergütung richtet sich nach Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Branchenzuschlägen und Equal-Pay-Regeln. Für Zeitarbeit gilt mindestens der gesetzliche Mindestlohn; darüber hinaus gelten häufig tarifliche Entgelte und Branchenzuschläge.

Equal Pay gilt grundsätzlich spätestens nach 9 Monaten beim selben Entleiher; bei Branchenzuschlagstarifverträgen kann eine stufenweise Heranführung bis spätestens 15 Monaten zulässig sein. Wer sich näher mit dem Modell beschäftigt, sieht: Zeitarbeit ist ein reguläres Arbeitsverhältnis mit klaren rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was versteht man unter einer Zeitarbeitsfirma?

Bei einer Zeitarbeitsfirma handelt es sich um ein Unternehmen, das eigene Beschäftigte an Kundenunternehmen überlässt. Der Begriff Zeitarbeitsfirma kommt daher, dass die Arbeitnehmer „auf Zeit“ in einem Kundenunternehmen tätig sind. Damit ist nicht gemeint, dass der Mitarbeiter nur einen befristeten Arbeitsvertrag bekommt - sondern dass er für eine bestimmte Zeit bei einem Kundenunternehmen eingesetzt wird und nach Ende des Einsatzes ein anderer Einsatz folgen kann.

Eine Zeitarbeitsfirma ist also der Verleiher; das Kundenunternehmen ist der Entleiher. Es gibt viele Firmen, die nur zeitweise Stellen zu besetzen haben und deshalb keine neuen festangestellten Mitarbeiter einstellen möchten. Sie können sich an einen Personaldienstleister wenden und einen Mitarbeitenden im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung einsetzen. Der Mitarbeiter ist dann für einen vorab festgelegten Zeitraum im Kundenunternehmen tätig - während das Arbeitsverhältnis weiterhin mit der Zeitarbeitsfirma besteht.

Zeitarbeitsfirma für Urlaub, Lohnfortzahlung und Sozialversicherung zuständig

Die Zeitarbeitsfirma ist als Arbeitgeber für die Arbeitgeberpflichten zuständig: Im Krankheitsfall leistet sie Entgeltfortzahlung, gewährt bezahlten Urlaub und zahlt die Sozialversicherungsbeiträge. Eine Übernahme durch das Kundenunternehmen ist bei diesem Modell nicht ausgeschlossen. Durch die Zusammenarbeit haben Kundenunternehmen und Arbeitnehmer die Chance, sich im Arbeitsalltag kennenzulernen. Wenn das Unternehmen den Mitarbeiter darüber hinaus weiterbeschäftigen möchte, ist eine Übernahme möglich - dafür müssen alle Beteiligten einverstanden sein.

Ob bei einer Übernahme eine Vermittlungs- oder Übernahmeprovision anfällt, hängt von der Vereinbarung mit dem Kundenunternehmen ab. Der Mitarbeiter wird im Erfolgsfall zum Stammmitarbeiter des Kundenunternehmens. Auf diese Weise schaffen viele Arbeitnehmer den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben, während Unternehmen die Möglichkeit haben, potenzielle Mitarbeitende im Arbeitsalltag kennenzulernen, bevor sie diese fest übernehmen.

Die abschließende Übernahme ist jedoch keine feste Regel der Arbeitnehmerüberlassung. Sie ist eine Möglichkeit, entspricht aber nicht dem eigentlichen Modell. Je nach Arbeitsvertrag und Einsatzlage können Einsätze bei verschiedenen Kundenunternehmen erfolgen. Dadurch erhalten Mitarbeitende die Möglichkeit, in verschiedene Unternehmen oder Branchen Einblicke zu gewinnen.

Was verdient eine Zeitarbeitsfirma

Der Arbeitnehmer hat ein festes Arbeitsverhältnis mit der Zeitarbeitsfirma. Es gelten die tarifvertraglichen, arbeitsvertraglichen und gesetzlichen Arbeitnehmerrechte. Wie jedes Arbeitsverhältnis unterliegt es dem allgemeinen Kündigungsschutz, und der Arbeitgeber zahlt die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Wie sich die Vergütung zwischen Verleiher und Entleiher gestaltet

Das Kundenunternehmen zahlt einen vereinbarten Verrechnungssatz an die Zeitarbeitsfirma. Daraus finanziert diese Lohn, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Urlaubs- und Krankheitszeiten, Verwaltung, Recruiting, Rücklagen und Unternehmensrisiko. Die genaue Höhe des Verrechnungssatzes hängt von Branche, Qualifikation, Region und Vertragsmodell ab.

Wer zahlt die Zeitarbeitsfirma

Die Zeitarbeitsfirma wird von den Kundenunternehmen bezahlt, die Mitarbeitende im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung einsetzen. Sie zahlen einen vereinbarten Stundenverrechnungssatz. Aus diesem Betrag werden Löhne und Gehälter, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie laufende Kosten der Zeitarbeitsfirma finanziert - dazu gehören auch interne Mitarbeitende wie Disposition oder Verwaltung sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Außerdem bilden Personaldienstleister Rücklagen, um Mitarbeitende auch in einsatzfreien Zeiten zu vergüten. Das Beschäftigungsrisiko darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden.

Zahlung bei Krankheitsfall oder Urlaub

Auch im Krankheitsfall und an Urlaubstagen leistet die Zeitarbeitsfirma die Entgeltfortzahlung. Was nach Abzug aller Kosten verbleibt, ist der zu versteuernde Gewinn der Zeitarbeitsfirma. Für das Kundenunternehmen ist Zeitarbeit eine Möglichkeit, Personal flexibel einzusetzen - die Abrechnung richtet sich nach den geleisteten Einsatzstunden auf Basis des vereinbarten Verrechnungssatzes.

Beendigung von Einsätzen

Einsätze können im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen beendet oder angepasst werden. Beendet das Kundenunternehmen einen Einsatz, beendet das nicht automatisch das Arbeitsverhältnis: Der Mitarbeitende bleibt bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, das Beschäftigungsverhältnis besteht grundsätzlich fort. Vertragsfristen und rechtliche Pflichten - sowohl beim Verleiher als auch beim Entleiher - sind dabei zu beachten.

Wie viele Zeitarbeitsfirmen gibt es in Deutschland?

Die Anzahl der Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland ist hoch und reicht von kleinen, regional tätigen Anbietern bis zu großen, bundesweit operierenden Konzernen. Aktuelle Betriebszahlen werden laufend von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht; die genaue Zahl variiert je nach Stichtag und Definition. Ein Teil der Anbieter ist ausschließlich in der Arbeitnehmerüberlassung tätig, andere bieten zusätzlich Personalvermittlung oder weitere Personaldienstleistungen an.

Kann man sich bei mehr als einer Zeitarbeitsfirma anmelden?

Bei einer Zeitarbeitsfirma handelt es sich um ein reguläres Unternehmen, in dem Mitarbeitende vergleichbare Arbeitsbedingungen haben wie in anderen Unternehmen. Sie können sich bei mehreren Zeitarbeitsfirmen bewerben, wenn Sie Interesse an einer Tätigkeit als Zeitarbeiter haben. In aller Regel besteht jedoch nur ein Hauptarbeitsverhältnis bei einer Zeitarbeitsfirma. Nebenbeschäftigungen sind möglich, unterliegen aber arbeitsvertraglichen, sozialversicherungs- und arbeitszeitrechtlichen Grenzen - etwa der gesetzlich zulässigen Höchstarbeitszeit, dem Verbot wettbewerbsschädigender Nebentätigkeit und Anzeige- bzw. Genehmigungspflichten gegenüber dem Arbeitgeber.

Auch in der Zeitarbeit gibt es verschiedene Beschäftigungsmodelle: Mitarbeitende können in Vollzeit oder Teilzeit angestellt sein.

Warum haben Zeitarbeitsfirmen einen schlechten Ruf?

Zeitarbeit wird in der Öffentlichkeit teils kritisch gesehen. Häufig wird Zeitarbeitsfirmen ein eher schwieriges Image zugeschrieben.

Die Ursache liegt nicht selten in Missverständnissen über die Funktionsweise und die rechtlichen Rahmenbedingungen.

So wissen einige Menschen gar nicht, welchen Regeln und Gesetzmäßigkeiten Zeitarbeit unterliegt und welche Chancen dieses Beschäftigungsmodell sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmern bietet.

Gleichzeitig ist es aber auch nicht zu verleugnen, dass es unter den Zeitarbeitsfirmen schwarze Schafe gibt. Diese gibt es in jeder Branche und sie können das Image der gesamten Branche in ein schlechtes Licht rücken. So gibt es beispielsweise Zeitarbeitsfirmen, bei denen das Kundenunternehmen sehr weit vom Wohnort des Arbeitnehmers entfernt ist, sodass dieser einen langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen muss. Manchmal kommt es auch vor, dass Arbeitnehmer in kurzen Abständen das Unternehmen wechseln müssen, weshalb sie keine Bindung zu Kollegen und Stammmitarbeitern aufbauen können.

Es gibt viele Gründe, weshalb sich ein Mitarbeiter in einer Zeitarbeitsfirma nicht wohlfühlen kann. Diese Gründe haben jedoch in aller Regel firmeninterne Ursachen und haben nichts mit dem Beschäftigungsmodell der Zeitarbeit an sich zu tun.

Was ist die beste Zeitarbeitsfirma?

Die Frage danach, welche die beste Zeitarbeitsfirma ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Letztendlich haben die meisten Zeitarbeitsfirmen ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Diese müssen für die Angestellten noch nicht einmal gleich sein – Arbeitsbedingungen, die für den einen Vorteil darstellen, können für einen anderen Arbeitnehmer durchaus ein Nachteil sein. Somit kann eine Zeitarbeitsfirma für den einen Arbeitnehmer genau richtig sein, während ein anderer Arbeitnehmer bei einer anderen Firma besser aufgehoben ist.

Wichtig ist deshalb einzig und allein, dass es sich bei der gewählten Zeitarbeitsfirma um eine seriöse Firma handelt, die allen Anforderungen an dieses Beschäftigungsmodell gerecht wird. Im Gesetz gibt es feste Regeln und Bedingungen, an die sich jede Zeitarbeitsfirma halten muss. Die Einhaltung dieser Gesetze wird darüber hinaus von der Agentur für Arbeit und anderen Institutionen regelmäßig überprüft. Auch die Gehälter richten sich häufig nach dem Tarif-Lohn der verschiedenen Branchen, sodass die meisten Zeitarbeitsfirmen auch diesem Anspruch gerecht werden.

Große Unterschiede bei Zeitarbeitsunternehmen

Gleichzeitig ist es jedoch nicht zu verleugnen, dass sich Zeitarbeitsfirmen voneinander unterscheiden und eine gute Zeitarbeitsfirma, in welcher sich die Mitarbeiter wohlfühlen, Gold wert ist. Denn auch wenn das Beschäftigungsmodell dasselbe ist, so unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen zumindest auf zwischenmenschlicher Ebene voneinander. Wie bei jedem anderen Job auch, kann es beispielsweise vorkommen, dass der Chef aus Mitarbeitersicht ganz besonders freundlich oder eben weniger freundlich ist.

Neben den Gesetzmäßigkeiten gibt es natürlich auch eine große Varianz darin, wie der Vorgesetzte seine Mitarbeiter behandelt oder auch wie die Kollegen unter sich miteinander umgehen. Hierbei unterscheidet sich eine Zeitarbeitsfirma jedoch nicht von anderen Unternehmen. Denn egal, ob Zeitarbeitsfirma oder branchenspezifisches Unternehmen – Unterschiede in der Mitarbeiterzufriedenheit, die sich auf zwischenmenschliche Beziehungen oder ähnliche Komponenten des Arbeitslebens beziehen, gibt es immer und überall! Darüber hinaus bewerten wir auch solche Arbeitsbedingungen wiederum ganz unterschiedlich. Während der eine Arbeitnehmer beispielsweise sehr viel Wert auf eine lockere Arbeitsatmosphäre legt, so liebt es ein anderer Arbeitnehmer, wenn am Arbeitsplatz Disziplin und Ordnung herrscht. Da sich die Vorlieben und Ansprüche an den Arbeitsplatz also von Mensch zu Mensch maßgeblich unterscheiden, kann auch nicht pauschal gesagt werden, welche Zeitarbeitsfirma die Beste ist.

Unser Tipp: Bewertungsplattformen wie kununu.com können einen ersten Eindruck geben, sollten aber zusammen mit weiteren Kriterien geprüft werden - etwa Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung, Tarifbindung, transparente Vertragsbedingungen und persönliche Beratung.

In welchem Verband sind die Zeitarbeitsfirmen organisiert?

Viele Zeitarbeitsunternehmen sind in Branchenverbänden organisiert. Der zentrale Arbeitgeberverband der Branche ist heute der Gesamtverband der Personaldienstleister e. V. (GVP). BAP und iGZ sind zum 1. Dezember 2023 im GVP aufgegangen. Mit einer Mitgliedschaft im GVP signalisieren Unternehmen ihre Anbindung an gemeinsame Branchenstandards - sowohl gegenüber Kunden als auch gegenüber Mitarbeitenden und Institutionen.

Eine Mitgliedschaft im GVP wird oft als Qualitätsmerkmal verstanden. Werte wie Zuverlässigkeit, Fairness, Vertrauen, Seriosität und Respekt sind im GVP-Ethik-Kodex verankert. Mitgliedsunternehmen verpflichten sich, diesen Kodex zu befolgen. Darüber hinaus stellt der GVP eine unabhängige Kontakt- und Schlichtungsstelle zur Verfügung, an die sich Zeitarbeitsfirmen, Mitarbeitende oder Kundenunternehmen bei Konflikten wenden können.

Daneben bietet die Beratung durch den GVP fachliche Unterstützung - etwa zum Arbeits- und Tarifrecht oder zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Wichtig: Die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung erteilt nicht der Verband, sondern die Bundesagentur für Arbeit. Sie wird zunächst für ein Jahr befristet erteilt; nach drei aufeinanderfolgenden Jahren erlaubter Tätigkeit kann eine unbefristete Erlaubnis beantragt werden. Eine GVP-Mitgliedschaft kann ein Hinweis auf eine seriöse Zeitarbeitsfirma sein, ersetzt aber nicht die individuelle Prüfung des Anbieters.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Stundenlohn bei Zeitarbeitsfirmen?

Der Stundenlohn bei einer Zeitarbeitsfirma ist unterschiedlicher als viele intuitiv annehmen. Dies liegt daran, dass es Zeitarbeitsfirmen nicht nur in einer bestimmten Branche oder für bestimmte Berufszweige gibt. So gibt es auf der einen Seite Zeitarbeitsfirmen, die angelernte Hilfsarbeitskräfte vermitteln, während es auf der anderen Seite auch Zeitarbeitsfirmen gibt, die hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte an sehr erfolgreiche Kundenunternehmen entleihen. Genauso unterschiedlich wie der Lohn in anderen Firmen auch ist, so unterscheiden sich demnach auch die Löhne in Zeitarbeitsfirmen. Die Spannweite ist hier also nahezu so hoch, wie die Spannbreite der Löhne über alle möglichen Arbeitnehmer-Berufe hinweg. Die meisten Zeitarbeitsfirmen orientieren sich deshalb auch an dem gesetzlichen Tariflohn, womit eine gute Richtlinie geschaffen ist. Darüber hinaus sind alle Zeitarbeitsfirmen dazu verpflichtet, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen.

Welche Zeitarbeitsfirma zahlt am meisten?

Wie viel eine Zeitarbeitsfirma zahlt, hängt nicht nur vom gesetzlichen Tariflohn, sondern häufig auch von dem Standort, der Größe und nicht zuletzt der Unternehmensführung der jeweiligen Zeitarbeitsfirma selbst ab. So kann es passieren, dass eine bestimmte Zeitarbeitsfirma höhere Löhne ansetzt als eine andere. Jedes Unternehmen hat seine eigene Unternehmensphilosophie und richtet seine Löhne dementsprechend danach aus. Wenn Sie sich bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben und dort ggf. einstellen lassen möchten, so sollten Sie sich in jedem Fall über die Tariflöhne und das Gehalt, welches der Arbeitgeber bereit ist zu zahlen, informieren. Nur durch einen sorgfältigen Vergleich können Sie abwägen und einschätzen, ob es sich um eine tarifgerechte und in jeder Hinsicht lohnenswerte und faire Entlohnung handelt oder nicht.

Wie wird man als Leiharbeiter übernommen?

Eine Übernahme durch das Kundenunternehmen ist grundsätzlich jederzeit möglich, sofern alle Beteiligten einverstanden sind. In der Praxis zeigt sich durch die Zusammenarbeit oft, wie gut Mitarbeitende und Unternehmen zusammenpassen. Beim selben Entleiher gilt eine gesetzliche Überlassungshöchstdauer von 18 aufeinanderfolgenden Monaten - eine Übernahme ist aber nicht erst nach Ablauf dieser Frist möglich. Ob bei einer Übernahme eine Vermittlungs- oder Übernahmeprovision an die Zeitarbeitsfirma anfällt, hängt von der Vereinbarung mit dem Kundenunternehmen ab. Nach erfolgter Übernahme entsteht ein Arbeitsvertrag direkt zwischen Kandidat und Kundenunternehmen.

Wie finanziert sich eine Zeitarbeitsfirma?

Eine Zeitarbeitsfirma lebt von den Beträgen, welche die verschiedenen Kundenunternehmen der Zeitarbeitsfirma zahlen. Meistens erhalten sie von den Firmen einen gewissen Stundensatz für den Einsatz der jeweiligen Mitarbeiter. Von diesem Betrag gehen jedoch noch zahlreiche Kosten ab. Zum einen werden von diesen Beträgen in erster Linie die Mitarbeiter entlohnt. Dazu zählen auch Lohnfortzahlungen, beispielsweise bei Urlaub oder im Krankheitsfall, sowie sämtliche Sozialversicherungsbeiträge und andere Leistungen, die ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter übernehmen muss. Zum anderen müssen von diesem Gehalt auch firmeninterne Mitarbeiter wie beispielsweise Bürokräfte bezahlt werden. Nicht zuletzt werden von diesem Geld auch Steuern, Versicherungsbeiträge, Kosten für den Standort der Firma und viele weitere Fixkosten bezahlt. Das Geld, welches nach Abzug all dieser verpflichtenden Zahlungen übrig bleibt, ist dann der Gewinn der Zeitarbeitsfirma. Und obwohl die Kosten für die oben genannten Aspekte recht hoch sind, lohnt es sich, eine Zeitarbeitsfirma zu führen. Da die Beträge, welche durch die Kundenunternehmen eingefahren werden, recht hoch sind, kann sich die Zeitarbeitsfirma finanzieren und einen profitablen Gewinn erzielen.

Was macht man in einer Leihfirma?

Wer in einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist, der geht in seinem Alltag ganz verschiedenen Tätigkeiten nach. Hierbei kommt es jedoch darauf an, ob es sich bei dem jeweiligen Mitarbeiter um eine ungelernte Hilfskraft oder um einen spezialisierten Facharbeiter handelt. So kann es passieren, dass ein Mitarbeiter immer im selben Berufszweig tätig ist, jedoch in verschiedenen Firmen eingesetzt wird. Ein gelernter Kfz-Mechaniker, der in einer Leihfirma tätig ist, arbeitet zwar regelmäßig in unterschiedlichen Firmen, übt jedoch immer denselben Beruf – nämlich den des Kfz Mechanikers – aus. Daneben gibt es jedoch auch Leihfirmen, die immer wieder Mitarbeiter für ganz verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten benötigen. Der Arbeitnehmer muss in diesem Fall keine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen, dafür aber möglichst aufgeschlossen, offen und lernwillig sein. So kann er in verschiedenen Firmen unterschiedliche Aufgaben übernehmen und einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag erleben. Die Aufgaben in der Leihfirma selbst können dabei ebenfalls sehr unterschiedlich sein und werden vom jeweiligen Auftraggeber festgelegt.

Was braucht man, um eine Leihfirma zu gründen?

Wer eine Leihfirma gründen möchte, der kann dies nicht ohne die Erlaubnis der Agentur für Arbeit tun. Die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung unterliegt bestimmten Kriterien und wird zudem immer nur für einen gewissen Zeitraum ausgestellt. Um die Erlaubnis zu verlängern, müssen die entsprechenden Auflagen jederzeit erfüllt sein. Die Agentur für Arbeit kontrolliert stichprobenartig, ob sich die Leihfirma an alle Regeln der Zeitarbeit hält. So wird sichergestellt, dass sowohl Kundenunternehmen, als auch Arbeitnehmer fair behandelt werden. Liegen die notwendigen Voraussetzungen vor, dann kann der Gründer damit beginnen, die ersten Mitarbeiter und Kundenunternehmen anzuwerben.

Ist ein Leiharbeiter teurer als ein Festangestellter?

Nein, ein Leiharbeiter ist in aller Regel nicht teurer als ein Festangestellter. Der Stundenlohn, den das Kundenunternehmen für einen Leiharbeiter zahlt, liegt zwar deutlich über dem Stundenlohn, den ein festangestellter Mitarbeiter erhält. Jedoch bleiben dem Unternehmen zahlreiche Kosten erspart, die mit der Einstellung eines festen Mitarbeiters einhergehen. So ist der Unternehmer beispielsweise nicht dazu verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge oder Lohnfortzahlungen bei Krankheit oder Urlaub des Mitarbeiters zu übernehmen. Darüber hinaus bleiben dem Unternehmer noch zahlreiche weitere Verpflichtungen erspart. Beispielsweise gibt es hier keinen Kündigungsschutz wie bei einem festangestellten Mitarbeiter und auch keine Mindestvertragslaufzeit. Somit bietet Zeitarbeit dem Unternehmen nicht nur einen Vorteil bei der Kostenersparnis, sondern auch einige Freiheiten im Personalwesen.

Was ist besser: Zeitarbeit oder Festanstellung?

Sowohl Zeitarbeit als auch Festanstellung bringen zahlreiche Vor- und Nachteile mit sich. Die Zeitarbeit bietet beispielsweise den Vorteil, dass man verschiedene Unternehmen kennenlernen und den Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich gestalten kann. Darüber hinaus ist Zeitarbeit für viele der optimale Einstieg in einen Berufswechsel. Festanstellung bietet dagegen den Vorteil, dass man sich als Arbeitnehmer in einem Unternehmen niederlassen kann und somit ein sehr geregeltes Arbeitsleben hat. Für den einen ist dieses geregelte Arbeitsleben genau das richtige, während sich ein anderer nach Abwechslung und neuen Herausforderungen sehnt. Somit lässt sich die Frage danach, was besser ist, nicht pauschal beantworten. Die allgemeinen Rechte eines Arbeitnehmers, die sich beispielsweise auf das Gehalt, den Kündigungsschutz oder auch auf die Verfügbarkeit von Urlaubstagen beziehen, sind nämlich bei beiden Beschäftigungsmodellen gleich. Hier muss also weder der Zeitarbeitnehmer noch der Festangestellte einen Nachteil befürchten. Welches Beschäftigungsmodell besser ist, kann also jeder nur ganz individuell für sich selbst entscheiden.

Worauf muss ich bei der Einstellung bei einer Zeitarbeitsfirma achten?

Wenn Sie sich bei einer Zeitarbeitsfirma einstellen lassen möchten, so sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass es sich um eine seriöse Zeitarbeitsfirma handelt. Wie seriös eine Firma ist, können Sie anhand der Kriterien, welche in den letzten beiden Abschnitten genannt wurden, abschätzen. Ist der Arbeitgeber dazu bereit, Sie als Mitarbeiter einzustellen und haben auch Sie ein gutes Gefühl bezüglich der Aufnahme einer Tätigkeit, so steht der Einstellung im Prinzip nichts im Wege. Wie bei jedem anderen Job, so sollten Sie auch bei einer Zeitarbeitsfirma den Arbeitsvertrag jedoch sehr sorgfältig überprüfen, bevor Sie diesen unterschreiben. Informieren Sie sich darüber, welcher Tarif gültig ist und welche Regelungen und Vereinbarungen der Arbeitsvertrag hergibt. Im Allgemeinen lässt sich die Einstellung bei einer Zeitarbeitsfirma also mit der Einstellung in jedem anderen Unternehmen vergleichen. Hinzu kommen hier jedoch noch einige Aspekte, die Sie in einem anderen Unternehmen nicht vorfinden. Diese beziehen sich in erster Linie darauf, dass Sie bei einer Zeitarbeitsfirma an verschiedene Kundenunternehmen vermittelt werden und dort für einen bestimmten Zeitraum Aufgaben übernehmen. Deshalb gibt es bei Zeitarbeitsfirmen einige Vereinbarungen, welche genau diese Zusammenarbeit mit dem Kundenunternehmen betreffen. Bezüglich vieler Details gibt es gesetzliche Grundlagen, wie beispielsweise die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten. Das bedeutet, dass Sie maximal 18 Monate in ein und demselben Kundenunternehmen tätig sein dürfen und danach entweder das Unternehmen wechseln oder von diesem als fester Stammmitarbeiter übernommen werden müssen. Neben den gesetzlichen Regelungen gibt es jedoch auch einige firmenspezifische Vereinbarungen, die es zu überprüfen gilt. Wenn all diese Vereinbarungen mit Ihren Vorstellungen übereinstimmen, können Sie das Jobangebot annehmen.

Wir sind für Sie da.

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