Vier Thesen zur Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen

equal personal-Geschäftsführerin Manuela Schwarz über die Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen, Teil 3

Frauen in Führungspositionen

Laut EU ist die Sicherung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen („equality in decision-making“) ein Ziel, das sich jedes Unternehmen auf die Fahnen schreiben muss. Der Führungskräfte-Monitor zeigt allerdings auf, dass hier noch massive Anstrengungen nötig sind, um die anvisierten Fortschritte zu erreichen (siehe auch Teil 1).

Die Personaldienstleisterbranche kann sich hingegen als Vorreiter und Vorbild positionieren. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liegt der Anteil der Frauen in Führungspositionen in dieser Branche bei über 50 Prozent. Zum Vergleich: Auf dem deutschen Gesamtarbeitsmarkt schafften es nur 27 Prozent der Frauen, als Führungskraft tätig zu werden.

Leider scheinen diese Errungenschaften der Personaldienstleisterbranche in vielen anderen Branchen noch nicht auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Allzu häufig befinden wir uns auch 2018 noch in einer (fast reinen) Männerwelt, in der es Frauen mit Karriereplänen nach wie vor schwer haben. Primär zählt weiterhin die abgearbeitete Anzahl der Stunden als relevantes Kriterium für ein Emporklettern der Karriereleiter. Hinzu kommt für viele Frauen die Herausforderung, sich als weibliche Chefin unter der dominierenden Männerriege in Führungspositionen zu behaupten. Eine Teilzeit-Mutter hat es dabei selbstverständlich noch schwerer.

Das muss sich ändern

Trotzdem ist eine Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen kein Selbstläufer. Stattdessen müssen sich mehrere Parameter ändern:

1. An erster Stelle steht die Schaffung besserer struktureller Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

2. Mehr und auch bezahlbare Betreuungsangebote sind unerlässlich, um Frauen die Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen.

3. Auch das gesellschaftliche Bewusstsein sowie die Entwicklung einer neuen Unternehmenskultur, in der es selbstverständlich ist, dass Frauen in Führungspositionen arbeiten, sind wichtig.

3. Mentoring-Programme können helfen, damit Frauen die sogenannte gläserne Decke in die oberste Führungsebene durchbrechen, also in die Top-Etagen von Unternehmen und Organisationen aufsteigen können.

4. Insgesamt bietet sich die Zeitarbeitsbranche für Frauen mit Karriereplänen an, denn hier sind die meisten Herausforderungen schon Realität, sind zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle möglich.

Die Arbeit in der Personalvermittlungsbranche bietet somit die besten Vorrausetzungen für weibliche Führungskräfte. Oder anders formuliert: Zeitarbeit – eine gute Wahl!

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