Mit dem Fahrrad sicher unterwegs

Ob Frühling, Sommer oder Herbst – das Auto lässt jeder gerne mal stehen und steigt auf den Drahtesel (oder E-Bike) um.
Wie Sie sicher mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen (und wieder zurück) lesen Sie im folgenden Beitrag der VBG.

Tipps für Radfahrer - sicher mit dem Rad unterwegs

Tipp 1: Wollen
Wie lange können Sie schon auf dem Fahrrad fahren? Egal ob drei oder 30 Jahre: Wichtig für ein unfallfreies Fahrradfahren sind: das Wissen, das Können und das Wollen der handelnden Personen! Lassen Sie sich heute ganz bewusst auf das Thema ein. Vielleicht können Sie sogar Ihr Wissen auffrischen und es gleich in die Tat umsetzen.

Tipp 2: Ausstattung und Einstellung
Ein Fahrrad im Straßenverkehr benötigt eine andere Ausstattung wie z.B. ein Downhill-Bike. Nutzen Sie Ihr Fahrrad um zur Arbeit zu fahren? Lassen Sie es ggf. beim Fachhändler auf Ihre Bedürfnisse checken. Der Profi berät Sie auch über die Einstellung der Lenker- und die Sattelhöhe, welche zu einem gesunden Fahren und Fahrkomfort beitragen.

Tipp 3: Schlechtes Wetter gibt es nicht
Passen Sie Ihre Kleidung beim Radfahren an die (Wetter-)Bedingungen an und achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Hose/Rock, etc. nicht in die Kette geraten kann.
Wussten Sie, dass rund 80 Prozent der schweren Hirnverletzungen bei Radunfällen durch einen Schutzhelm vermieden werden können. Daraus folgt: Tragen Sie beim Fahrradfahren immer einen Helm!

Tipp 4: Der Schilderwald
Generell gilt: Mehrere Fahrradfahrer auf einer Fahrbahn sollten immer hintereinander fahren.
Radweg: Baulich getrennt von der Autofahrbahn.
Radfahrstreifen: Durch durchgezogene Linie abgetrennt, für Autos tabu.
Schutzstreifen: Durch gestrichelte Linie abgetrennt, Autos dürfen Räder nicht behindern.
Blaues Hinweisschild für Radweg: Benutzung ist vorgeschrieben.
Reine Fußgängerzone: Fahhrad muss geschoben werden.
Kombinierter Rad-/Gehweg: das Tempo ist an die Fußgänger anzupassen.
Einbahnstraßen und Ampeln: Gelten auch für Radfahrer! Außnahme: spezielle Ampeln für den Radverkehr.
Zebrastreifen: Beim überqueren muss vom Fahrrad abgestiegen werden.

Tipp 5: Linksabbieger
Beim Linksabbiegen gibt es zwei Möglichkeiten, zwischen denen Sie wählen können:
Direktes Linksabbiegen: Hierbei ordnet sich der oder die Linksabbiegende per Handzeichen so auf der Fahrbahnmitte oder auf der Linksabbiegerspur ein, dass die geradeaus fahrenden Autos rechts an ihm oder ihr vorbei fahren können und biegt mit den anderen links abbiegenden Autos zusammen ab.
Indirektes Linksabbiegen: Hierbei wird die Kreuzung erst geradeaus überquert, anschließend die gegenüberliegende Straße (anhalten, falls Straße nicht frei). Danach geht es normal weiter.
Achtung: Wenn es eine Verkehrsführung für Fahrräder gibt, muss dieser gefolgt werden.

Tipp 6: Sie ziehen den Kürzeren!
Als Radfahrer oder -fahrerin ist es besonders wichtig, die Konfrontation mit anderen Verkehrsteilnehmenden zu meiden. Nicht selten droht man dabei den Kürzeren zu ziehen. Viele Gefährdungen lassen sich mit vorausschauendem Fahren umgehen. Dazu gehört zum Beispiel:
• Halten Sie Abstand, das verlängert Ihre Reaktionszeit.
• Fahren Sie mit angemessener Geschwindigkeit, das gilt insbesondere auch für Pedelecfahrerinnen und -fahrer.
• Fahren Sie defensiv und bestehen Sie nicht auf einem vermeintlichen Recht.
• Fahren Sie besonders vorsichtig, wenn es auf Kreuzungen zugeht. Gerade beim Rechtsabbiegen werden Fahrräder leicht übersehen, insbesondere von Bussen und Lkw.

Tipp 7: Bleiben Sie berechenbar
Andere Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen haben es mitunter schwer beim Umgang mit Fahrrädern – sie sind schwerer zu sehen, mitunter in ihrem Verhalten schlecht einzuschätzen und besitzen keine Knautschzone.
Zu Ihrer eigenen Sicherheit können Sie als Radfahrende einiges tun, um berechenbarer zu sein:
• Verhalten Sie sich eindeutig und kündigen Sie Fahrmanöver mit Handzeichen an und suchen Sie den Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmenden.
• Fahren Sie gerade und nicht in Schlangenlinien und vermeiden Sie ein plötzliches Abweichen von Ihrer Ideallinie.
• Beanspruchen Sie den Platz, den Sie benötigen und halten Sie ausreichend Abstand vom rechten Fahrbahnrand.
• Versuchen Sie nicht, andere durch ein provozierendes Fahrverhalten „zu erziehen“.
Diese Hinweise gelten besonders bei der Fahrt mit Pedelec und S-Pedelec, da die hiermit gefahreren Geschwindigkeiten von anderen Verkehrsteilnehmenden schlecht eingeschätzt werden können.

Tipp 8: Überholen – aber sicher; denn es droht Gefahr
Fußgängerinnen und Fußgänger: Unachtsame Fußgängerinnen und Fußgänger geraten schnell ohne Vorwarnung auf den Radweg, insbesondere kleine Kinder.
Warten an der Ampel: Beim Anfahren an der Ampel kann es gefährlich werden, vor allem wegen des toten Winkels bei Bussen und Lkw. Achtung: Schlängeln Sie sich nicht an den wartenden Kraftfahrzeugen nach vorne durch!
Busse an Haltestellen: Hier lauern mehrere Gefahren: Aussteigende können den Radweg übersehen, heraneilende Einsteigende nicht darauf achten. Fährt ein Bus mit Warnblinker auf eine Haltestelle zu, darf er auch von Fahrrädern nicht überholt werden. Hält er mit Warnblinker, ist das Überholen
mit Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Setzt er den Blinker links zur Weiterfahrt, ist das Überholen wieder tabu.
Parkende Autos: Diese können zu Hindernissen werden, die es zu umfahren gilt. Richtig gefährlich wird es, wenn plötzlich eine Autotür geöffnet wird.
Deshalb empfiehlt es sich, hier bereits im Vorfeld aufmerksam zu sein und genügend

Tipp 9: Geld sparen
Auch Ihnen als Fahrradfahren können Strafen auferlegt werden, wenn Sie sich nicht an das Verkehrsrecht halten. Die wichtigsten:
• Wer mit mehr als 1,6 Promille Fahrrad fährt, begeht eine Straftat.
• Nach dem Konsum von Drogen ist Radfahren verboten.
• Das Überfahren einer roten Ampel ist auch mit dem Fahrrad verboten und zieht empfindliche Strafen mit sich.
• Auch “kleinere” Verstöße wie das Fahren ohne Licht oder das Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung können sanktioniert
werden.
• Beim Radfahren ist eine Handynutzung verboten.

Tipp 10: Bleiben Sie aufmerksam
• MP3-Player sind verlockend, aber gefährlich – schränkt die Wahrnehmung ein und lenkt ab. Deshalb: ohne fahren.
• Alle Gegenständen, die nicht auf den Gepäckträger passen, muss anders transportiert werden (oder schieben), denn: beide Hände gehören an den Lenker.
• Konzentrieren Sie sich trotz Freude, Wut, Trauer, Monotonie, Müdigkeit, Stress, etc. auf den Verkehr.

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